Grauer Star
Der Graue Star ist eine Augenerkrankung, die sich durch eine fortschreitende Trübung der Augenlinse äußert und etwa 50 % der Bevölkerung über 60 Jahre betrifft.
Der Graue Star ist in der Regel durch einen Verlust der Transparenz der Augenlinse gekennzeichnet, was zu einer Verschlechterung der Sehqualität führt. Er schreitet langsam voran, oft in Stadien. Er kann erblich bedingt oder durch ein Trauma verursacht sein, vollständig oder teilweise auftreten. Am häufigsten ist jedoch der altersbedingte Graue Star. Laut der WHO (Weltgesundheitsorganisation) ist sie daher weltweit die häufigste Ursache für Erblindung. Vor allem in Entwicklungsländern ist sie weit verbreitet: 40 % aller Erblassungsfälle sind offenbar auf den Alterskatarakt und die Alterung des Auges – genauer gesagt der Augenlinse – zurückzuführen.
Der Katarakt ist schon seit Jahrhunderten bekannt; das bekannteste Beispiel ist der Maler Claude Monet. In den letzten Jahren seines Lebens litt er an einem Katarakt, gab das Malen aber nicht auf. Indem er weiterhin Werke zeichnete und malte, die er bereits geschaffen hatte, konnte er so den Verlauf seiner Krankheit verdeutlichen.
Diese Krankheit führt zu einer Empfindlichkeit gegenüber Licht und einer Beeinträchtigung des Sehkomforts, betrifft beide Augen und kann operativ behandelt werden. So werden in Frankreich jedes Jahr fast 600.000 Operationen durchgeführt. 20 % der Bevölkerung ab 70 Jahren müssen sich daher dieser Operation unterziehen.
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