Glaukom

Das Glaukom ist die zweithäufigste Ursache für Erblindung in den Industrieländern und eine weit verbreitete Augenerkrankung, die schmerzlos verläuft und sich mehr oder weniger schnell entwickelt. Diese Erkrankung betrifft jedes Jahr fast 800.000 Franzosen und wird durch einen zu hohen Augeninnendruck verursacht, der nach und nach zur Zerstörung des Sehnervs führt, der für die Übertragung von Informationen von der Netzhaut zum Gehirn notwendig ist. Das sogenannte akute Glaukom kann jedoch mehr oder weniger schmerzhaft sein und Übelkeit sowie Kopfschmerzen verursachen.

Das Glaukom betrifft alle Altersgruppen, tritt aber vor allem bei Menschen ab 70 Jahren auf und kann nur durch eine augenärztliche Untersuchung festgestellt werden. Der Facharzt führt dabei eine Augenhintergrunduntersuchung durch und misst den Augendruck, wodurch ein mögliches Glaukom erkannt werden kann. Wird dieses nicht schnell behandelt, kann es zur Erblindung führen: Vorbeugung und Früherkennung sind daher von entscheidender Bedeutung. Zur Behandlung dieser Erkrankung wird eine medikamentöse Therapie empfohlen, die in manchen Fällen sogar einen chirurgischen Eingriff erfordern kann. Diese Behandlung kann zwar das Fortschreiten des Glaukoms aufhalten, im fortgeschrittenen Stadium jedoch das Sehvermögen nicht wiederherstellen.

Die Folgen des Glaukoms

Ein Glaukom kann zu einer Einschränkung des Gesichtsfeldes führen und verursacht zudem blinde Flecken rund um das betrachtete Objekt. Der Sehverlust beginnt zunächst an den Rändern (peripheres Sehen) und breitet sich dann nach und nach in Richtung des Sehzentrums aus.

Das Glaukom stellt eine echte Sehbehinderung dar und ist schwer zu erkennen. So wissen schätzungsweise fast 400.000 Menschen nicht, dass sie an dieser Erkrankung leiden. Zudem kann das Glaukom schwer zu diagnostizieren sein, da möglicherweise nur ein Auge betroffen ist: Das gesunde Auge gleicht die Sehstörungen des betroffenen Auges aus.

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