In den BereichenOptik und Technologie gab es in den letzten Jahren unzählige Entwicklungen, immer mit dem Ziel, den Betrachter in ein Erlebnis zu versetzen, das der Realität so nah wie möglich kommt. Zuerst kam 3D auf, bei Fernsehern und im Kino, dann tauchte eine weitere Technologie auf, von der man im Alltag immer öfter hört: die virtuelle Realität.

Was ist virtuelle Realität?

Virtuelle Realität bedeutet, in eine virtuelle Welt einzutauchen – mithilfe eines Headsets, das uns von jeglicher Sicht auf die reale Welt um uns herum abschirmt, wodurch das Erlebnis optimiert wird. Außerdem ermöglicht die virtuelle Realität dem Nutzer, intuitiv und natürlich mit dieser Welt zu interagieren.

Wie funktioniert das?

Im Grunde erstellt ein Computer eine 3D-Simulation einer virtuellen Umgebung – natürlich wurde diese Umgebung so modelliert und angepasst, dass sie zum Format passt.

Das am Kopf befestigte Gerät ist mit zwei Bildschirmen ausgestattet, die jeweils vor einem Auge liegen. Natürlich befinden sich vor jedem Auge Kontaktlinsen, die dafür sorgen, dass jedes Auge mühelos scharfe Bilder sieht. Um es mit einer Analogie zu vergleichen: ist es so, als müsstest du einen Artikel aus einer Entfernung von zwei Zentimetern vor deinem Auge lesen – das ist unmöglich. Deshalb hält man eine „Lupe“ vor deine Augen, damit das, was du betrachtest, klar und lesbar wird.

Ein weiterer Faktor spielt ebenfalls eine Rolle: dieBildrate pro Sekunde. Wenn man fernsieht, beträgt die Bildrate 30 Bilder pro Sekunde, was für das Auge völlig ausreicht, um ein korrektes Bild zu erhalten.

Bei Videospielen erreichen manche heute 60 Bilder pro Sekunde, wodurch die Darstellung viel flüssiger wird.

Wenn man jedoch eine Virtual-Reality-Software entwickeln möchte, braucht man mindestens 90, ja sogar 120 Bilder pro Sekunde, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Wenn alle Parameter optimal eingestellt sind und die Bildwiederholrate stimmt, entsteht der Präsenz-Effekt, den jeder spürt, der schon mal Virtual Reality ausprobiert hat. Man kann diesen Effekt als das Gefühl beschreiben, dass das, was du gerade siehst, greifbar ist, obwohl das natürlich nicht stimmt.

Wozu dient die virtuelle Realität?

Die virtuelle Realität ermöglicht es, wie wir gesehen haben, den Nutzer in eine virtuelle Welt eintauchen zu lassen, aber worin liegt der Sinn?

Das Eintauchen in eine andere „Dimension“ eröffnet ein riesiges Feld an Möglichkeiten. Vor allem im Bereich der Videospiele haben die Hersteller diese Technologie integriert, was ein äußerst realistisches und atemberaubendes Erlebnis ermöglicht.

Ein weiteres Beispiel sind Immobilienentwickler und Reisebüros. Was gibt es Besseres, alsden Eindruck zu haben, selbst vor Ort zu sein? Dank der virtuellen Realität ist das jetzt möglich. Wir können schon jetzt davon ausgehen, dass sich diese optische Technologie weiterentwickeln wird, um in möglichst vielen Bereichen eingesetzt werden zu können.

Wie sieht es mit der Augmented Reality aus?

Achte darauf, virtuelle Realität und erweiterte Realität nicht zu verwechseln – auch wenn die Begriffe ähnlich klingen, handelt es sich nicht um dieselben Technologien.

Augmented Reality hat ein Ziel: die reale Welt mit digitalen Daten in Echtzeit zu verbinden und so eine Interaktion zwischen der realen Welt und der digitalen Ebene zu schaffen, die sich anpasst, wenn sich in der realen Welt etwas ändert.

Aber was bedeutet das konkret? Augmented Reality bedeutet, dass in unserer realen Welt in Echtzeit virtuelle Bilder erscheinen, mit denen wir interagieren können. Das heißt, im Gegensatz zur virtuellen Realität behält die Augmented Reality die reale Welt als Hauptträger bei.

Anwendung von Augmented Reality

Augmented Reality wurde vor nicht allzu langer Zeit in einem sehr berühmten Spiel eingesetzt: Pokémon Go ist das typische Beispiel dafür, was Augmented Reality leisten kann. Dank der Kamera deines Smartphones siehst du die Welt um dich herum und kannst gleichzeitig beobachten, wie virtuelle Kreaturen auftauchen, die durch deine Kamera echt wirken.

Was optische Geräte angeht, sind auch Augmented-Reality-Brillen auf den Markt gekommen. Man denkedabei insbesondere an die Google Glasses, mit denen man im eigenen Sichtfeld eine digitale Benutzeroberfläche sehen kann, oder an die Spectacles des bekannten sozialen Netzwerks Snapchat, mit denen man direkt über die Brille Fotos machen und diese an seine Freunde schicken kann.

Ob Augmented Reality oder Virtual Reality – diese Technologien, die auf den Grundlagen der Optik basieren, werden sich ständig weiterentwickeln. Wer weiß, vielleicht können wir euch bei Mymonture in ein paar Jahren Korrekturbrillen anbieten, in die solche Technologien integriert sind.