Vielleicht hast du schon mal davon gehört, weißt aber nicht unbedingt, was das genau bedeutet. Tatsächlich geht es bei der Behandlung von Sehbehinderungen darum, Menschen mit Sehbeeinträchtigungen bestmöglich zu unterstützen. Mymonture erklärt dir heute, wie man eine Person mit Sehbeeinträchtigung am besten betreut.

Zunächst wollen wir klären, was eine sehbehinderte Person ist. Es handelt sich um jemanden, dessen Sehschärfe erheblich nachgelassen hat oder dessen Gesichtsfeld eingeschränkt ist. Dafür können verschiedene Ursachen verantwortlich sein, wie zum Beispiel Alter, AMD, Diabetes oder auch ein Glaukom.

Natürlich verschlechtert sich das Sehvermögen einer Person mit Sehbehinderung allmählich, und herkömmliche Sehhilfen können diesen Verlust an Sehschärfe und/oder Gesichtsfeld leider nicht ausgleichen. Eine Person mit Sehbehinderung sollte außerdem regelmäßig betreut werden, damit der Optiker ihr die Lösung vorschlagen kann, die er für die beste hält.

Bevor wir über die Verbesserung von Sehbehinderungen sprechen, schauen wir uns erst mal die verschiedenen Kategorien an – es gibt insgesamt fünf.

Sehzeichen

- Mittlere Sehbehinderung: Das ist die mildeste Form der Sehbehinderung. Nach einer Sehkorrektur liegt die Sehschärfe zwischen 1 und 3/10 und das Gesichtsfeld beträgt mindestens 20°.

                                                                                                                             

- Schwere Sehbehinderung: Nach der Korrektur liegt die Sehschärfe des Betroffenen zwischen 1/20 und 1/10. Der Betroffene kann aus einer Entfernung von 3 Metern die Finger einer Hand zählen.

 

- Schwere Sehbehinderung: Nach der Sehkorrektur liegt die Sehschärfe zwischen 1/50 und 1/20, wodurch die betroffene Person aus einer Entfernung von einem Meter die Finger einer Hand zählen kann.

 

- Fast vollständige Sehbehinderung: Nach Korrektur bleibt die Sehschärfe unter 1/50. Die Person nimmt jedoch noch Licht wahr. Es ist ihr jedoch unmöglich, verschiedene Formen zu erkennen.

 

- Vollständige Sehbehinderung: Die Person ist vollständig blind, sie nimmt überhaupt kein Licht wahr.

 

Zur Erinnerung: Mit einer Sehschärfe von 1/10 kann mansich draußen orientieren, und bei einer Sehschärfe von 4 bis 5/10 kann man bei guter Beleuchtung eine Zeitung lesen.

Nachdem wir nun definiert haben, was Sehbehinderung ist, wollen wir uns nun damit befassen, wie man sie so weit wie möglich lindern kann, um das Leben der betroffenen Person zu verbessern.

Wie bereits erwähnt, lässt sich eine Sehbehinderung nicht mit herkömmlichen Sehhilfen korrigieren. Deshalb wurden verschiedene Hilfsgeräte entwickelt, um den Alltag von Menschen mit Sehbehinderung so einfach wie möglich zu gestalten. Diese Geräte können rein optisch sein oder je nach Verwendungszweck auch elektronische Komponenten enthalten.

Zu den verschiedenen Systemen gehören:

- Optische oder elektronische Lupen, mit denen man ein Objekt oder einen Text generell vergrößern kann. Sie können mit oder ohne Beleuchtung ausgestattet sein.

Elektronische Lupe

 

- Verschiedene Filter, die auf die Gläser aufgesetzt werden, meist in Gelb- oder Orange-Tönen (Farbe der Netzhaut), und die den Kontrast für sehbehinderte Menschen verbessern.

Brillen mit Orangefilter

 

- Elektronische Hilfsmittel aller Art, die nicht unbedingt optisch funktionieren, aber trotzdem das Leben der Person erleichtern. Dazu gehören zum Beispiel Sprachsynthese-Tools, die dem Nutzer des Systems seine Umgebung beschreiben, wie zum Beispiel den Namen einer Straße, das Gesicht einer Person, das zuvor aufgenommen wurde, und vieles mehr.

 

Auch wenn die aktuellen Geräte das Sehvermögen von Menschen mit Sehbehinderung nicht wesentlich verbessern können, gibt es zahlreiche Geräte, die sehbehinderten Menschen im Alltag helfen und so ihre Lebensqualität steigern. Die Optik besteht nicht nur aus Gläsern mit unterschiedlichen Stärken, sondern vielmehr aus verschiedenen Hilfsmitteln, die es Menschen mit Sehbeeinträchtigungen ermöglichen, ein möglichst angenehmes Leben zu führen.